Filipendula rubra Venusta Magnifica

Bei Filipendula rubra Venusta Magnifica herrscht seit Jahren ein gewisses Durcheinander bei der Benennung, wird sie doch unter den verschiedensten Namen gehandelt. Da gibt es, zumeist im deutschen Sprachraum Filipendula rubra Venusta und Filipendula rubra Venusta Magnifica als Rosa Spierstaude und Garten-Scheinspiere während der angelsächsische Raum sie Filipendula rubra Venusta, Filipendula magnifica oder Filipendula rubra Magnifica und mit Meadowsweet Venusta eher dem Mädesüß zuordnet.
Interessant bei diesem Wirrwarr ist nur, dass es offensichtlich keine weiteren benannten Kultivare oder Sorten im Handel gibt, wohl aber Gerüchte, dass Venusta Magnifica verzweigtere Blüten hat als Venusta. (???)

 Filipendula rubra 'Venusta Magnifica'
Filipendula rubra ‘Venusta Magnifica’ vor der Blüte mit Aconogonon speciosum Johanniswolke

Auch nicht sehr hilfreich sind die verschiedenen Höhenangaben, die von 50 cm bis 1,60 Meter variieren, je nach Lage der Gärtnerei. Die Angabe der RHS mit 1.5-2.5 metres (Haben sie dort wirklich das metrische System eingeführt?) stimmt dabei noch am ehesten mit den hiesigen Gepflogenheiten dieser wunderbaren Staude überein.

Filipendula rubra Venustra Mangnifica in Blüte
Filipendula rubra Venusta Mangnifica in Blüte

Sie kommt zwar tatsächlich mit sehr vielen Gartenstandorten gut zurecht (mit einer erstaunlich breiten Standortamplitude), bevorzugt aber wie fast jedes Mädesüß mindestens frische und sogar eher feuchte, wassernahe Stellen, um sich richtig entfalten zu können.
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Eine Staudenwiese mit Schatten, leicht sauer

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Ursprünglich wollten wir in Multitopf-Platten kultivierte Stauden verwenden, entschieden uns dann aber für stärker entwickelte Containerware und einen entsprechend späteren Pflanztermin.

Im Sommer 2013 trafen wir uns im Garten unserer Freunde Ingrid und Klaus, um das Projekt Staudenwiese zu besprechen. Dabei handelt es sich um eine zirka 100 qm große Wiesenfläche im Schatten hoher Bäume, die ein leicht erhabenes, ebenes Plateau bildet. Bisher wurde diese Fläche regelmäßig mit dem Rasenmäher gepflegt. Um die vorhandene Flora besser einschätzen zu können, beschlossen wir, diese Fläche drei Monate nicht mehr zu mähen und so auch der Freizeit mehr Chancen zu gewähren. Weiterlesen

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Zensur deutscher Gartenwebseiten

himmelGlaubt man der zur Zeit wohl leicht überlasteten O2-Webseite fallen sehr viele deutsche Gartenwebseiten unter die angelsächsischen Zensurregelungen, Stichwort: Parental Control. Ich konnte nur 7 Stichproben nehmen, dann schaltete die Webseite in den Wartungsmodus. Aber alle Stichproben, wie z.B. die-staudengaertnerei.de, garten-groene.de, gaissmayer.de, staudengaertnerei.com, fielen positiv aus, sind also offensichtlich für Kinder unter 12 Jahren (default) nicht erreichbar.

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Die Strategietypen der Stauden

In einem bekannten Garten-Forum las ich gestern in Bezug auf  diesen Blog:

Einziger Schönheitsfehler: es werden diese abstrakten “Strategien” übernommen, offenbar, weil sie gerade so modern sind.

Weil diese Meinung erkennbar aus berufener und von mir sonst geschätzter Feder stammt, möchte an dieser Stelle kurz etwas  erwidern. (Das benannte Forum bietet seinen Teilnehmern Synonymität, was an dieser Stelle mal respektiert werden soll.)
Die dort geäußerte Kritik an der Verwendung der Methodik der sogenannten Strategietypen lässt sich auf einen Satz verkürzen:
Sie wird als zu abstrakt für den Laien empfunden, den ja bereits die Lebensbereiche überfordern.

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Hamamelis × intermedia Vesna

Die Zaubernuss gibt es (neben den nordamerikanischen) als japanische (Hamamelis japonica) und als chinesische Form (Hamamelis mollis). Hamamelis x intermedia-Hybriden sind Kreuzungen aus beiden. Sie bilden eine trichterförmige Krone und erreichen Höhen von 5 Metern. Je nach Winterwitterung kann der Zeitpunkt der Blüte bei einem Kultivar stark variieren. Vor der Blüte zieren allerdings die Blätter mit einer leuchtend gelben Herbstfärbung.

Hamamelis x intermedia Vesna
Hamamelis x intermedia Vesna

Die Sorte Vesna blüht ab Januar gelb mit roten Einfärbungen. Weiterlesen

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Stipa gigantea, Riesen-Federgras

Stipa gigantea, auch Riesen-Federgras genannt, trägt seinen Namen nicht zu unrecht, da es für ein Stipa mit 1.80 m und mehr doch sehr hoch wird. Dabei bietet es auch bei sehr dichter, gehäufter Pflanzung eine enorme Transparenz. Oft findet man das Riesen-Federgras in Einzelstellung oder als Drift. Wir hatten vor zwei Jahren das Vergnügen, einige hundert Exemplare in einigen aneinander grenzenden Beeten zu setzen, so dass an den Wegen der Ausblick etwas verschleiert wird.

der Ausblick durch Stipa gigantea
der Ausblick durch Stipa gigantea

Durch seine massiven und gerne wintergünen Blatthorste unterdrückt dieses Stipa wirksam die ruderale Flora. Trotz der eher feuchten Winter halten sich unsere Verluste arg in Grenzen. Weiterlesen

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über- und leben auf dem land