Avantgardening

AvantgardeningNun ist es offiziell:

Am 19. Januar 2017 erscheint mein erstes Gartenbuch im Verlag Eugen Ulmer.

Avantgardening
Plädoyer für gegenwärtiges Gärtnern

192 Seiten
119 Farbfotos von Jürgen Becker
Flexcover
ISBN 978-3-8001-0872-5
€ 29,90

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Verlags.

#KnötterMe

Bistorta amplexicaulis Rowden Gem
Bistorta amplexicaulis ‚Rowden Gem‘

Unsere Heimatstadt Brüggen hat es gerade nicht leicht. Wer aktuell zum Beispiel bei Bild.de nach positiven Schlagzeiten über Brüggen sucht, findet dort wenig Erfreuliches, einen Beitrag über den Naturpark Schwalm-Nette und einen über Knöteriche:
www.bild.de/…/was-der-knoeterich-im-garten-kann…

Der Knöterich, genauer die Knöteriche haben es uns angetan. Jüngst durfte ich der DPA (Deutsche Presse-Agentur) ein Interview zum Thema geben. Das hat dann doch ganz schön die Runde gemacht:

A – L

aachener-zeitung.deabendblatt.deaugsburger-allgemeine.deazonline.deberlin.deberliner-zeitung.deberlinonline.debild.deborkenerzeitung.debuerstaedter-zeitung.dedzonline.deecho-online.defnp.defocus.degelnhaeuser-tageblatt.degeneral-anzeiger-bonn.degiessener-anzeiger.dekreis-anzeiger.deksta.delauterbacher-anzeiger.delr-online.de

M – Z

mainpost.demerkur.demittelbayerische.demz-web.den24.denwzonline.deoberhessische-zeitung.de – rhein-main-presse.dernz.deruesselsheimer-echo.deruhrnachrichten.derundschau-online.desaarbruecker-zeitung.desol.desueddeutsche.deusinger-anzeiger.devolksfreund.de – volksstimme.deweser-kurier.de –  westline.de –  wiesbadener-kurier.dewn.dewww.wz.de

Grünes Engagement oder Kunst

Christian Meyer, der sich in der aktuellen Berichterstattung als „Gartenpate“ (Anführungszeichen von mir.) diffamiert  und dickköpfiger  Einzeltäter beschrieben findet, ist vielen als Pflanzplaner für unzählige Gartenschauen bekannt; daneben auch für seinen Gastbeitrag hier im Blog: Schätze niederrheinischer Gartenkunst.

Eines seiner zahlreichen Projekte wird auf der Seite Imwestenberlins.de als „ein mit Stauden bewachsenes Dreieck vor der Bushaltestelle Olivaer Platz für Fahrten in Richtung Bahnhof Zoo.“ beschrieben. Wir sind in Berlin und gemeint ist seine Pflanzung am Olivaer Platz, die er seit 19 Jahren ehrenamtlich pflegt und unterhält. Er nutzt sie auch zu Werbezwecken. Sie soll nun im Rahmen eines „Kunstprojektes“ (Anführungszeichen von mir.) einem Kunstwerk weichen, das bisher unter Design labelte und als Tischleuchte diente.

Bei diesem Sachverhalt spielen Religion und die Geschichte keine Rolle. Sie könnten allerdings vom eigentlichen Problem ablenken. Den Beteiligten ist es bisher offensichtlich nicht gelungen, das bereits vorhandene Kunstwerk als solches zu erkennen. Es tarnt sich nämlich als Oase, als eine Affirmation des Lebendigen, als kontinuierliche Schöpfung in einer technischen Umgebung. Ein Kunstwerk, dass erst durch die spürbare Abtrennung von der künstlichen, urbanen Welt als solches erfahrbar wird, selbst für Menschen, denen es an Kunstsachverstand im akademischen Sinne mangelt. Menschen können es betreten, erfahren, riechen, sehen, erleben und auch aus ihrer künstlichen Straßenbahn-, Bus-, PKW- oder Passanten-Welt heraus als solches erkennen.
Wird diese Trennung aufgehoben durch die Integration eines künstlichen, von mir aus künstlerischen, Fremdwerkes, verliert das ursprüngliche Werk seinen Charakter als Kunstwerk und verkommt zum dekorativen Beiwerk. Was wie ein Kompromiss klingt, käme einer Zerstörung des vorhandenen Werkes gleich. Zumindest für Menschen, welche auch Gartenkunst unter den Begriff der Kunst subsumieren und damit bereit sind, dieser ihren Schutz zu gewähren.

Werden wir es noch erleben, dass die Pflanzkunst nicht nur Einlass in die Benutzerwörterbücher von Textverarbeitungsprogrammen findet, was aktuell nicht der Fall ist, und ihre Werke endlich als Kunst verstanden werden und Anerkennung finden?

Sie verdienen Integrität, Achtung und Schutz.

Hoffentlich verliert Herr Meyer durch diese Übergriffigkeit nicht seinen Humor. Den würde ich sehr vermissen.

Hier ein kurze Dokumentation der DGGL über den Einzug der Gräser an den Ku’dam.

Glyphosat und die Unmöglichkeit seriöser Studien

Aktuell teilt top agrar online mit, dass die Bundesregierung der zuständigen EU-Kommission einen Kompromiss vorgeschlagen hat, der die Wiederzulassung (korrekt müsste es wohl eher Weiterzulassung heißen) von Glyphosat, vielen als Roundup® aus dem Hause Monsanto bekannt, ermöglicht.

„Glyphosat und die Unmöglichkeit seriöser Studien“ weiterlesen

Eragrostis curvula

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Eragrostis curvula mit Clematis x jouiniana ‚Praecox‘, Panicum v. ‚Northwind‘, Bistorta a. ‚Rowden Gem‘ und Zanthoxylum armatum
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Versamung

Eragrostis curvula, auch Afrikanisches Liebesgras oder Schwachgekrümmtes Liebesgras 😉 genannt, ist ein sehr variables, mal kurz- mal langlebiges Gras aus der Familie Poaceae, dass spät austreibt und dessen gelb verblassende Horste sehr lange bis ins Frühjahr hinein attraktiv bleiben.

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Eutrochium fistulosum

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Eutrochium fistulosum ‚Glutball‘ und ‚Album‘, sowie Helianthus salicifolius und Bistorta affinis an der jüngst Edward-Snowden-Boulevard getauften Hauptachse

Eine sehr imposante und langlebige Staude ist der Wasserdost oder konkret hier der Purpurdost, Eutrochium fistulosum (Eupatorium fistulosum, Asteraceae). Neben der Art gibt es einige Sorten, von denen ich ‚Riesenschirm‘, wegen seiner breiten Blütenstände, und ‚Glutball‘, wegen seiner kugeligen Wirkung und späten Blüte, besonders empfehlen möchte. „Eutrochium fistulosum“ weiterlesen

Aconogonon spec. ‚Johanniswolke‘

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Aconogonon spec. ‚Johanniswolke‘

Die Verwirrung um diesen früh und sehr lange blühenden Knöterich ist so groß wie seine Namensvielfalt.
Richtig heißt er angeblich: Aconogonon x fennicum ‚Johanniswolke‘, Busch-Knöterich, Staudenflieder oder Himalaja-Knöterich. Einige favorisieren den ursprünglichen Namen Aconogonon spec. ‚Johanniswolke‘ (für species nicht speciosum!) bis Beweise für eine bestimmte Abstammung vorliegen.
Gehandelt wird er aber auch als Polygonum polymorphum ‚Johanniswolke‘, Alpenknöterich, Polygonum polymorphum speciosum ‚Johanniswolke‘ oder Persicaria polymorpha.
(Ob es sich dabei um eine Kreuzung aus A. alpinum x A. weyrichii handelt, darf bezweifelt werden, denn beide Eltern weisen eher aggressive Vermehrungsstrategien auf.)

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Blütendetail von ‚Johanniswolke‘

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Sida hermaphrodita

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Herbstfärbung von Sida hermaphrodita

Es gibt Stauden, die es partout nicht in die Gartenkultur schaffen, obwohl sie sogar in jüngeren Auflagen (ab 2002) von Jelitto/Schacht/Simon: Die Freilandschmuckstauden Erwähnung finden. Eine davon ist Sida hermaphrodita, die Virginiamalve aus der Familie Malvaceae. Wenn sie einmal in Gärtnereien erhältlich ist, wird sie oft als Napaea dioica angeboten, auch ein Malvengewächs mit ähnlicher Blüte, aber völlig anderem Blatt.

Der junge Austrieb von Sida
junger Austrieb von Sida im Mai

„Sida hermaphrodita“ weiterlesen