„Der Garten – Eine Kulturgeschichte“ von Penelope Hobhouse

der-gartenAuch wenn die Saison so schnell noch nicht am Ende ist, wird es Zeit, hier einmal ein paar Lieblingsbücher vorzustellen.

Begonnen wird diese Rubrik mit einem 2007 in deutsch erschienen und reich illustrierten Prachtband der nordirischen Autorin und Gartendesignerin Penelope Hobhouse: Der Garten – Eine Kulturgeschichte (ISBN 978-3-8310-1079-0) bei Dorling Kindersley. Auf 468 Seiten zeichnet sie einen kulturhistorischen Aufriss auf legendäre Gärten aus aller Welt und allen Epochen. Dabei wird nicht nur die Entstehung der verschiedenen Gartenstile/-Epochen und deren Entwicklung beschrieben. Hier besticht (auch in der deutschen Übersetzung) der außergewöhnlich vermittelnde Erzählstil von Frau Hobhouse:  Sie versteht es vorzüglich, auf dieser Zeitreise auch die menschliche Seite zu beleuchten. Warum all der protzige Prunk, die Sammelgier und Versessenheit … und wenn der Staat auch daran Pleite geht, so ist der neue Garten des Herrschenden doch hoffentlich schon fertig. Auch die traurige Geschichte von Nicolas Fouquet (Vaux-le-Vicomte) muss bei Gartenfreunden mit intakten Spiegelneuronen mindestens Mit-Leid erwecken. Vorher hätte ich nicht gedacht, dass man sich diesen Themen mit soviel Humor widmen und dem Leser soviel Unterhaltung (im besten Sinne) schenken kann. Es gibt nur wenige Bücher, die ganze zwei Jahre nicht ihren Weg ins Bücherregal fanden. Ich erwarb direkt noch drei Bände bei der sehr empfehlenswerten und gut sortierten Buchhandlung Walther Koenig in der Düsseldorfer Altstadt, nach dem Motto: Geschenke, über die man sich selber freuen würde. 😉