Cirsium rivulare ‚Atropurpureum‘

Eine in jeder Hinsicht wertvolle, sterile Staude ist Cirsium rivulare ‚Atropurpureum‘ (aus dem Clan der Asteraceae), auch Purpur-Kratzdistel (die Art wird Bach-Kratzdistel oder nur Kratzdistel) genannt.

Cirsium rivulare Atropurpureum
Cirsium rivulare ‚Atropurpureum‘
Blatthorst
Blatthorst

Auf feuchten, nährstoffreichen und eher kalkarmen Böden entwickelt sie sich mit den Jahren zu einer imposanten Staude.

Von Mai bis September treibt sie ihre dunkelpurpurroten Blüten, die in jedem Stadium ein attraktives Bild ergeben, auch wenn sie verblüht sind.
Bei Rückläufigkeit empfiehlt sich eine Düngung.

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Blüte von Cirsium rivulare ‚Atropurpureum‘ vor Rodgersia podophylla ‚Rotlaub‘

Wer keine Bienen im Garten will, sollte auf Purpur-Kratzdistel im Garten besser verzichten.

Unsere Quelle für Cirsium rivulare ‚Atropurpureum‘: www.marnis.nl

Herbstfärbung und Wind

Heute Mittag gab es bewölkten Himmel und starken Wind, also extrem gutes Fotowetter und eine günstige Gelegenheit, einmal Langzeitbelichtungen mit der kleinen G11 zu testen. Einmal im Garten war ich dann um jedes Kilo des Stativs froh.

Eragrostis spectabilis

Das Gras des Monats macht seinem Namen alle Ehre: Eragrostis spectabilis, das auch auf den schönen Namen Purpur-Liebesgras hört, explodiert gerade mit seinem violettrosa Rispen-Feuerwerk. Ein herrlicher Anblick besonders in Verbindung mit den zahlreichen Tautropfen am frühen Morgen.

Nachdem es einige Jahre auf sehr schwerem und nährstoffreichem Boden vor sich hindümpelte, entwickelt sich Eragrostis spectabilis nun auf gut drainiertem, lockerem Boden zu voller Blütenpracht. Insbesondere bei flächiger Pflanzung ist seine Wirkung enorm.

Wir hatten vor vielen Jahren bei Anja Oudolf ein paar Exemplare erstanden, aber erst im letzten Jahr den richtigen Platz gefunden, neben Asclepias tuberosa, Morina longifolia, Echinacea pallida, paradoxa und tennesseensis.

Bezugsquellen Eragrostis spectabilis: www.oudolf.com und www.stauden-diamant.de

Morina longifolia

Ein schönes Beispiel für ein potentielles Pflegeopfer ist Morina longifolia aus dem Himalaya. Auch wenn ihr Austrieb sich erheblich von dem der Ackerdistel unterscheidet und ihre Blattrosetten vielerorts wintergrün sind, ist Vorsicht geboten.

Morina longifolia neben Eragrostis trichodes, Salvia greggii und Agastache mexicana
Die Blüte von Morina verfärbt sich von weiß nach kaminrot

Die Langblättrige Kardendistel seltener Elfendistel genannte Staude mag durchlässige, eher kalkhaltige Böden und verträgt keine Winternässe.

Ihre etwas bizarre Optik verdankt sie der Anordnung ihrer relativ großen Einzelblüten zu Quirlen an bis zu einem Meter hohen Stielen. Sie duftet leicht und angenehm und ist nicht sehr wählerisch, was die Abgabe von Nektar angeht: Bienen, Hummeln und was die hiesige Industrie (zumeist Landwirtschaft) noch an Schmetterlingen übrig gelassen hat.

Ob Morina longifolia auch auf den schweren Alster Böden ihre Langlebigkeit unter Beweis stellt? Im Beet wurden immerhin sämtliche Steine eingearbeitet, die wir im Acker gefunden hatten. Zusätzlich wurde es angehügelt und die angrenzenden Wege 30 cm tief ausgekoffert.

Unsere Bezugsquelle für Morina longifolia: www.stauden-diamant.de

Allium nigrum

Allium nigrum, gelegentlich auch als Allium multibulbosum gehandelt, stammt aus den höhren Lagen im Süden Europas und mag trockene Standorte. Hier steht der Schwarz-Lauch seit einigen Jahren zuverlässig im Steingarten, wird dort allerdings nur 50 cm hoch.
Im Feld haben wir ihn mit Aster ericoides var. prostratus ‘Snow Flurry’ kombiniert.

Bezugsquellen für Allium Nigrum: www.pflanzenversand-gaissmayer.de und www.gewiehs-blumenzwiebeln.de

Paeonia Quad

Paeonia Quad ist eine hohe Staudenpaeonie, die im 2ten Standjahr nun geblüht hat. Sie steht hier zwischen einem beachtlichen Bestand Ranunculus acris Multiplex (Hermann spricht in diesem Zusammenhang gerne von Publikumsbeschimpfung.), Geum rivale und soll einen ersten Höhepunkt vor der großen Pflanzung Veronicastrum virginicum in zahlreichen Sorten bilden.

Unsere Bezugsquelle ist das Paeonien Paradies von Stephan Tetzlaff aus Korschenbroich.
UPDATE: Seine Seite ist leider noch nicht endlich online: www.pfingstrosen-paradies.de

Diphylleia cymosa

Diphylleia cymosa, die Staude der Woche, stammt aus dem Nord-Osten der USA und hat keine besonderen Ansprüche an den Boden. Nur halbschattig und feucht sollte er sein. Warum Diphylleia cymosa aus der Familie Berberidaceae kaum erhältlich und eher als Liebhaberstaude teuer gehandelt wird, ist mir unverständlich, denn bereits nach wenigen Jahren ist sie nicht nur die ganze Saison attraktiv sondern mit einem Meter auch sehr imposant. Im Austrieb erkennt man bereits ihre eingefalteten Blätter und nach ihrer Blüte von April bis Mai bilden sich auffallende purpurne Früchte an roten Stielen. (Fotos der Frucht werden noch nachgeliefert!)

Im Garten Alst wächst Diphylleia cymosa im Schatten einer Haselnuss neben Jeffersonia diphylla, Dodecatheon meadia und zahlreichen Fritillaria meleagris. Diphylleia grayi, die kleine Schwester aus Asien, steht noch auch unserer Einkaufsliste.

Unsere Bezugsquelle: www.stauden-diamant.de

Melittis melissophyllum

Die Staude des Tages hört auf den wenig charmanten Namen Immerblatt. Ob Melittis melissophyllum dieser Waldschönheit  eher gerecht wird? Die einzige Art dieser Gattung kommt im Süden Deutschlands in Eichenmischwäldern vor, gilt als nicht gefährdet aber anspruchsvoll was den Boden betrifft, denn sie bevorzugt frische, stickstoffarme, kalkreiche, lockere und humose Ton- und Lehmböden. Damit der Boden an unseren Eichen alle Eigenschaften ausreichend erfüllt, haben wir mit Kalksteinschotter in kleiner Körnung etwas nachgeholfen und diesen flächig eingearbeitet.

Die hier abgebildete Sorte (oder Auslese) wird als Melittis melissophyllum Rosea oder Roseum angeboten.

Unsere Bezugsquelle für Melittis melissophyllum ist Kwekerij Fahner