Gräser- und Staudenrückschnitt mit der Motorsense

_MAT5582Ab einer gewissen Pflanzfläche sind effektive Methoden beim jährlichen Rückschnitt gefragt. Viele Rasenmäher bieten eine hohe Einstellung und helfen nach dem Rückschnitt zusätzlich bei der Zerkleinerung. Allerdings lassen sich damit keine älteren Gräserhorste oder Großstauden, wie Silphium, Helianthus oder hohe Astern, zurück schneiden. Ein Mulcher ist da schon erheblich leistungsstärker, aber auch nicht mehr wendig genug, um kleineren Gehölzen oder Rosen bequem auszuweichen. Da ist der klassische Balkenmäher schon erheblich wendiger.
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Wege Mulchen

Unser Duftgang, der mit Weidenzaunflechtelementen und Rosen (Damaszener und andere Duftrosen) eingefasst wurde, hat nun endlich seine Mulchschicht erhalten: Eine 10 cm dicke Schicht aus Holzhäcksel, die mit Gregors Bobcat angeliefert wurden.

Der Rosenliste kann man klar unseren Hang zu rosa Tönen ansehen: Ispahan, Comte de Chambord, Chapeau de Napoleon, Mary Rose, Boule de Neige, Fantin Latour, Buff Beauty, Morning Mist und Brother Cadfael. Die wurzelnackten Rosen vom Februar 2009 hatten wir in Containern zwischengeparkt, da wir sie erst im August, nach der Fertigstellung der Zäune, pflanzen konnten. Dafür sind sie in einem hervorragenden Zustand. Von 31 Rosen war immerhin nur eine (Ispahan) ausgefallen.
In den beschatteten Zwischenräumen wurden ein Cornus kousa var. chinensis und ein Acer palmatum Beni Otake gepflanzt.

Bezugsquelle Rosen: www.tuincentrumlottum.nl
Weidenzaunelemente: www.freistil-gaerten.de/produkte/weidenzaun
Cornus kousa var. chinensis: www.baumschule-morjan.de

Mulchen mit Stauden – Es muss nicht immer Rindenmulch sein.

Es gibt ein paar gute Gründe, warum Beete gemulcht werden. Neben der Verhinderung von Ver(un)krautung und dem Halten von Bodenfeuchtigkeit spielt oft auch der dekorative Aspekt eine Rolle. Zugegeben, Splitt, Pinienrinde und selbst Rindenmulch und Kalksteinschotter bilden in neuen Pflanzungen eine zumeist angenehme Textur. Wenn man dann noch die spezifischen Anforderungen (PH-Wert, Nährstoffeintrag und Kalkgehalt) der Pflanzen beachtet, können solche Pflanzungen langlebig und pflegeextensiv werden.

Im Garten Alst favorisieren wir eine eher seltene Form des Mulchs, nämlich den Staudenrückschnitt selbst. Mit Ausnahme von einigen Spezialisten, die keinen Mulch oder weitere Nährstoffe vertragen oder extrem schneckenanfällig sind, werden sämtliche Stauden an Ort und Stelle mit einer Felco 2(!) klein geschnitten und damit der Boden gemulcht. Um einige Sorten zu schützen werden bei diesen vorab die Samenstände entfernt.

Diese Methode setzen wir seit 5 Jahren konsequent ein und können so auf zusätzliche Nährstoffgaben (außer Brennnessel-Jauche und Kompost) weitestgehend verzichten. Der einzige Nachteil ist die etwas wüste Optik nach dem Rückschnitt im Frühjahr. Verluste, die auf diese Art zu mulchen zurückzuführen wären, konnten wir noch nicht beobachten. An schlecht drainierten Stellen wird der Mulch gelegentlich gelockert, damit sich kein Schimmel bilden kann.

Hier ein paar Beispiele nach dem Motto, es muss nicht immer Rindenmulch sein.

Nachtrag: Zur Entlastung der Felco 2 (und meiner rechten Hand) ist die Anschaffung eines vernünftigen Schredders geplant.

Update: Statt eines Schredders kam Anfang April 2013 (Bodenfrost) eine Motorsense zum Einsatz. Diese zeigte allerdings – trotz frischer Messer – gewisse Schwächen bei Helianthus salicifolius, Napaea dioica und einigen hohen Gräsern. Das Coppicing der Gehölze erledigte eine bewährte Felco 6. Gut 4.000 qm Beetfläche dauerten mit dieser Methode keine 6 Stunden.