Herbstfärbung und Wind

Heute Mittag gab es bewölkten Himmel und starken Wind, also extrem gutes Fotowetter und eine günstige Gelegenheit, einmal Langzeitbelichtungen mit der kleinen G11 zu testen. Einmal im Garten war ich dann um jedes Kilo des Stativs froh.

Panicum virgatum ‚Northwind‘

Langsam gelangt auch dieses wunderbare Panicum virgatum ‚Northwind‘ (der gleichnamigen Gärtnerei aus Wisconsin) in die hiesigen Sortimente.

Wir hatten ‚Northwind‘ in der Kwekerij Fahner entdeckt und in einem Vorgarten  gepflanzt. (Bei der Besichtigung im ersten Jahr konnte ich kaum glauben, dass es sich um ein Panicum handelt und musste das Etikett ausgraben.) Nach drei Jahren wird es dort gut zwei Meter hoch und ist dabei außergewöhnlich standfest.

Damit eignet sich Panicum v. ‚Northwind‘ auch gut zur Einzellstellung inmitten niedriger Stauden.

Panicum virgatum Heiliger Hain und im Hintergrund Panicum virgatum Northwind
Panicum virgatum Heiliger Hain und im Hintergrund Panicum virgatum Northwind

Hier sieht man den Vergleich im ersten Pflanzjahr: Im Vordergrund links steht Panicum virgatum Heiliger Hain bereits im August ausgewachsen (1 Meter) in voller Blüte, während sich bei P. Northwind (im Hintergrund neben den Sonnenhüten) die Ähren zwischen den sehr breiten Blättern ausbilden, die sie auch in voller Blüte nur kaum überragen. Für die Ausbildung seiner goldgelben Herbstfärbung ist ein vollsonniger Standort zwingend. Sonst leidet auch die Standfestigkeit.

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Panicum v. Northwind im zweiten Standjahr im August, hinten Rasen-Schmiele, vorne Afrikanisches Liebesgras
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Raureif an Panicum virgatum ‚Northwind‘ Mitte Januar

Weitere Informationen und Quellen für Panicum v. Northwind:
Züchter: www.northwindperennialfarm.com
www.fahner-vasteplanten.nl

Eragrostis spectabilis

Das Gras des Monats macht seinem Namen alle Ehre: Eragrostis spectabilis, das auch auf den schönen Namen Purpur-Liebesgras hört, explodiert gerade mit seinem violettrosa Rispen-Feuerwerk. Ein herrlicher Anblick besonders in Verbindung mit den zahlreichen Tautropfen am frühen Morgen.

Nachdem es einige Jahre auf sehr schwerem und nährstoffreichem Boden vor sich hindümpelte, entwickelt sich Eragrostis spectabilis nun auf gut drainiertem, lockerem Boden zu voller Blütenpracht. Insbesondere bei flächiger Pflanzung ist seine Wirkung enorm.

Wir hatten vor vielen Jahren bei Anja Oudolf ein paar Exemplare erstanden, aber erst im letzten Jahr den richtigen Platz gefunden, neben Asclepias tuberosa, Morina longifolia, Echinacea pallida, paradoxa und tennesseensis.

Bezugsquellen Eragrostis spectabilis: www.oudolf.com und www.stauden-diamant.de