Sambucus nigra ‚Black Lace‘

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Herbstbild von Schwarzem Holunder in Rasen-Schmiele

Eine Ausnahmeerscheinung unter den Holunder-Sorten ist Sambucus nigra ‚Black Lace‘. Sein stark geschlitztes, dunkelrotes Fiederblatt erinnert im Austrieb eher an einen Japanischen Ahorn als an den bekannten grünlaubigen Holunder. Seine leicht rosa Blütendolden verleihen dem Gehölz einen spektakulären Höhepunkt an Eigenkontrast.

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Sambucus nigra ‚Black Lace‘ in Deschampsia cespitosa

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Paulownia tomentosa

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Austrieb Paulownia tomentosa Anfang Mai

Der Blauglockenbaum, auch Kaiser-Paulownie genannt, hat sich in zwei Formen im Garten etabliert: als außergewöhnlicher Gartenbaum mit einem interessanten Wuchs und als Coppicing-Gehölz, das nach wenigen Jahren bereits meterhoch und mit riesigen Blättern ausschlägt. „Paulownia tomentosa“ weiterlesen

Intermezzo

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Laub Liriodendron tulipifera

Der Tulpenbaum hat sich im dritten Standjahr sehr gut etabliert.

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Eragrostis curvula

Das sog. Afrikanische Liebesgras ist eher auf sehr trockenen Standorten beheimatet und gerne kurzlebig. Im Vergleich zur Rasen-Schmiele treibt es spät aus, legt sich gerne (auf unseren schweren Böden) und treibt im Spätsommer immer noch neue Blüten mit einem außergewöhnlichen Duft.

Calamagrostis x acutiflora Karl Foerster
Calamagrostis x acutiflora Karl Foerster im Abendlicht neben Bistorta amplexicaulis Rosalie.
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Physocarpus opulifolius ‚Diabolo‘

Physocarpus opulifolius ‚Diabolo‘, mal (Dunkelrote) Blasenspiere, Teufelsstrauch oder Rote Fasanenspiere genannt, hat sich mit einigen Exemplaren gut in der Deschampsia etabliert. Sofern uns diese nicht im Winter zurück frieren, sollen sie alle 2-3 Jahre auf den Stock gesetzt werden, neudeutsch Coppicing  genannt.

Alcea-Hybride Parkfrieden
Alcea-Hybride ‚Parkfrieden‘

 

aktuelle Impressionen, erste kurze Foto-Session

Mit der Pflege geht es in diesem Jahr gut voran. Insbesondere Deschampsia cespitosa hat sich sehr gut etabliert und ist, obwohl der Winter nass und lang war, kaum ausgefallen.

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Auch die Gehölze Sambucus nigra ‚Black Lace‘, Rosa glauca und Physocarpus opulifolius ‚Diabolo‘ haben den Rückschnitt (Coppicing) gut vertragen.

Sämling Salvia nemorosa
Sämling Salvia nemorosa im Gegenlicht

Ein Sämling Salvia nemorosa kurz vor dem Rückschnitt.

Rose Evelyn
Rose ‚Evelyn‘

Die Austin-Rose ‚Evelyn‘ ist erst seit den 1990er Jahren im Handel und hat sich hier im Garten ein paar Jahre Zeit gelassen. Nachdem wir mit ihr umgezogen waren, kümmerte sie herum, war blühfaul und von ihrem fantastischen Duft war nicht viel zu riechen. Das hat sich nun in diesem Jahr geändert.

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Geranium renardii ‚Philippe Vapelle‘

Geranium renardii ‚Philippe Vapelle‘ ziert neben seinem attraktiven Lauf auch seine frühe Blüte. Faszinierender erscheinen hier die Samenstände im Gegenlicht.

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Hier der Blick Richtung Westen auf Fraxinus (In letzter Zeit muss ich mich immer beherrschen, nicht Fraktus zu sagen.) retusa var. henryana und den Alpenknöterich, im Vordergrund Geranium Freies Alst.

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Ein Wochenende im Garten Alst


Die sehr standfeste Sanguisorba-Hybride UPDATE: ‚Blackthorn‘ (‚Purple Candle‘ ist nicht der richtige Name!) von coenjansenvasteplanten.nl mit Deschampsia cespitosa, Sesleria autumnalis, Calamagrostis x acutiflora ‚Karl Foerster‘, Stachys monnieri ‚Hummelo‘ und im Hintergrund Bistorta amplexicaulis ‚Endless Beauty‘, einer sehr pflegearmen Kombination, wo nur das Sanguisorba einen Rückschnitt benötigt.


Hier nun das Beet von der anderen Seite mit (der sich gut und gar nicht lästig versamenden) Calamintha nepeta, der Rose ‚York & Lancaster‘ sowie Bistorta amplexicaulis ‚Atropurpureum‘.


Den Abschluss des Beetes bildet Bistorta amplexicaulis ‚Fine Pink‘ und die Rose ‚Complicata‘.


Filipendula rubra ‚Venusta Magnifica‘ sieht man auf Fotos gerne in Blüte, wobei sie in Kombination mit hohen Gräsern bis in den Winter hinein wirkt.


Zwei weitere Kandidaten für Kombinationen sind Sanguisorba tenuifolia (var.) atropurpurea und Bistorta amplexicaulis, hier die Sorte ‚J.S. Caliante‘, die es schafft, monatelang unverändert auszusehen: echte Vorgarten-Eignung.


Die Sorte Orangefield ist nicht wirklich orange, hat aber den höchsten Anteil unter allen Kerzenknöterichen. Im Vordergrund eine Kombination von Carex morrowii var. temnolepis und Sporobolus heterolepis, zwei sehr langlebige Vertreter für den Gräsergarten wenn sie einmal eingewachsen sind. Hier umschwirren sie Cimicifuga simplex ‚Brunette‘. Im Hintergrund steht Salvia uliginosa.


Bistorta amplexicaulis ‚White Eastfield’mit zwei Phlox-Sämlingen, von denen einer noch weiter vermehrt wird.


Begutachtung der Kerzenknöteriche. Wie sie nun lateinisch korrekt heißen, hatten wir nicht geklärt. Hierzu aber später mehr.


Es werden zur Zeit drei verschiedene Höhen von Sanguisorba officinalis ‚Red Thunder‘ angeboten. Da ist doch wirklich für jeden was dabei…


Coppicing – Klingt nach einer neuen Funsportart, bedeutet aber nur den mehr oder weniger vollständigen und regelmäßigen Rückschnitt von hierzu geeigneten Gehölzen. In einem See aus Rasenschmiele warten hier die in 2012 gepflanzten Sambucus nigra ‚Black Lace‘, Physocarpus opulifolius ‚Diabolo‘ und Rosa glauca auf den ersten Rückschnitt. Chris wird natürlich verschont.

Paul lebt

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Im letzten Jahr hatte ein Sturm im frühen Sommer unsere Paulownia tomentosa direkt am Austrieb abgeknickt. Obwohl noch vor Johanni hat sie sich danach nicht mehr gerührt.

Funkstille.

Bis vor einer Woche.

Eigentlich hatten wir schon eine Amicia zygomeris für diese geschützte Stelle vorgesehen, als wir diesen kleinen Austrieb entdeckten:

In der Zwischenzeit hatten wir bereits eine neue Paulownia tomentosa Hulsdonk im neuen Garten gepflanzt. Diese soll allerdings nicht jedes Jahr bodennah zurück geschnitten werden. (Coppicing)

Mulchen mit Stauden – Es muss nicht immer Rindenmulch sein.

Es gibt ein paar gute Gründe, warum Beete gemulcht werden. Neben der Verhinderung von Ver(un)krautung und dem Halten von Bodenfeuchtigkeit spielt oft auch der dekorative Aspekt eine Rolle. Zugegeben, Splitt, Pinienrinde und selbst Rindenmulch und Kalksteinschotter bilden in neuen Pflanzungen eine zumeist angenehme Textur. Wenn man dann noch die spezifischen Anforderungen (PH-Wert, Nährstoffeintrag und Kalkgehalt) der Pflanzen beachtet, können solche Pflanzungen langlebig und pflegeextensiv werden.

Im Garten Alst favorisieren wir eine eher seltene Form des Mulchs, nämlich den Staudenrückschnitt selbst. Mit Ausnahme von einigen Spezialisten, die keinen Mulch oder weitere Nährstoffe vertragen oder extrem schneckenanfällig sind, werden sämtliche Stauden an Ort und Stelle mit einer Felco 2(!) klein geschnitten und damit der Boden gemulcht. Um einige Sorten zu schützen werden bei diesen vorab die Samenstände entfernt.

Diese Methode setzen wir seit 5 Jahren konsequent ein und können so auf zusätzliche Nährstoffgaben (außer Brennnessel-Jauche und Kompost) weitestgehend verzichten. Der einzige Nachteil ist die etwas wüste Optik nach dem Rückschnitt im Frühjahr. Verluste, die auf diese Art zu mulchen zurückzuführen wären, konnten wir noch nicht beobachten. An schlecht drainierten Stellen wird der Mulch gelegentlich gelockert, damit sich kein Schimmel bilden kann.

Hier ein paar Beispiele nach dem Motto, es muss nicht immer Rindenmulch sein.

Nachtrag: Zur Entlastung der Felco 2 (und meiner rechten Hand) ist die Anschaffung eines vernünftigen Schredders geplant.

Update: Statt eines Schredders kam Anfang April 2013 (Bodenfrost) eine Motorsense zum Einsatz. Diese zeigte allerdings – trotz frischer Messer – gewisse Schwächen bei Helianthus salicifolius, Napaea dioica und einigen hohen Gräsern. Das Coppicing der Gehölze erledigte eine bewährte Felco 6. Gut 4.000 qm Beetfläche dauerten mit dieser Methode keine 6 Stunden.