„Der Garten – Eine Kulturgeschichte“ von Penelope Hobhouse

der-gartenAuch wenn die Saison so schnell noch nicht am Ende ist, wird es Zeit, hier einmal ein paar Lieblingsbücher vorzustellen.

Begonnen wird diese Rubrik mit einem 2007 in deutsch erschienen und reich illustrierten Prachtband der nordirischen Autorin und Gartendesignerin Penelope Hobhouse: Der Garten – Eine Kulturgeschichte (ISBN 978-3-8310-1079-0) bei Dorling Kindersley. Auf 468 Seiten zeichnet sie einen kulturhistorischen Aufriss auf legendäre Gärten aus aller Welt und allen Epochen. „„Der Garten – Eine Kulturgeschichte“ von Penelope Hobhouse“ weiterlesen

Der Hausgarten, sonnig

IMG-035Wirklich voll sonnige Bereiche sind im Hausgarten Alst eher nicht zu finden. Es gibt allerdings ein paar Stellen, die im Sommer 6 Stunden Sonne inklusive der Mittagssonne genießen und somit für bestimmte Stauden prädestiniert sind.

Echinacea p. Rubinstern hat sich hier, ähnlich wie Razzmatazz als langlebig erwiesen.

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Hier die selbe Situation aus einem anderen Blickwinkel.
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Statt in Schleierkraut werden Rosen hier in Gaura lindheimerie Whirling Butterfly gebettet. Das kommt etwas wilder daher, ist aber nicht weniger kitschig, oder?
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Eine durchaus gewagte Farbkombination.
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Echinacea mit Gaura lindheimerie Whirling Butterfly.
Sanguisorba tenuifolia Alba
Sanguisorba tenuifolia Alba
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Hier ein Blick auf die Veronicastrum-Pflanzung im ersten Jahr und …
Asclepias incarnata Ice Ballet
… von der anderen Seite mit Asclepias incarnata Ice Ballet im Vordergrund.

Der Hausgarten, steinig

Im Spätsommer 2006 wurde mehrheitlich und bei nur einer Gegenstimme beschlossen, dass die winzigen Gemüsebeete im zentralen Garten keinen Bestandsschutz genießen und nun weichen müssen. Hermann Gröne hatte die Idee, einen Steingarten mit Trockenmauer anzulegen. Nach der Planung ging es dann im Herbst an die Umsetzung.

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Einige Tonnen Kalksteinschotter und Sand wurden mit dem vorhandenen Mutterboden vermischt und an einer Mauer aus Grauwacke aufgeschichtet. Die Trockenmauer selber steht auf einem Fundament aus grobem Schutt, dass auch der Drainage dient. Um die Bepflanzung der Mauer etwas außergewöhnlich zu gestalten, zeigt diese Richtung Westen, wo einige Gehölze für zusätzliche Beschattung sorgen. Am Fuße der Mauer ist der Boden sehr feucht und nahrhaft, was für einen interessanten Kontrast zum Steingarten sorgt.

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Allium nigrum steht bei uns seit Jahren im Steinbeet und ist eine sehr dankbare Art, die allerdings gewisse Nährstoffgaben benötigt.

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Salvia argentea, von ihrer Kurzlebigkeit konnten wir in den letzten 8 Jahren (Eine der wenigen Stauden, mit der wir umgezogen sind.) nicht viel merken.

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Fritillaria persica ‚Adiyaman‘ sorgt im Frühjahr für ein außergewöhnlich dunkles pflaumenblau. Ohne hohe Nährstoffgaben kümmert sie allerdings vor sich hin.

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Von wegen nicht gartenwürdig: Gentiana tibetica. Die Schnecken lieben sie.

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Verbascum chaixii ‚Album‘ sät sich zuverlässig, aber moderat aus und wird dabei nicht lästig.

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Ein echter Hummelmagnet im Steingarten ist Allium sphaerocephalon. Wenn sich die Freunde auf den Blüten niederlassen, schwingen sie auch bei Windstille hin und her.

Der Hausgarten, Schatten

Dank eines alten Baumbestandes mit zwei hohen Eichen, zwei hohen Weiden, einer Hängebirke und einer einfachen Birke, einer gut 80 Jahre alten Speckkirsche und einer Birne, die nach Bekunden der Nachbarn bereits um 1900 sehr hoch gewesen sein soll, ist die hintere Hälfte des Hausgartens sehr schattig. Da die Bäume im Süden stehen, sieht auch der mittlere Teil die Sonne eher selten und im Winter. Hier nun ein paar Impressionen aus dem Schatten oder Halbschatten:

alte Birne
Ein alter Baumbestand im Garten ist durch nichts zu ersetzen. Die alte Birne halb rechts trägt immer noch reiche Frucht.

Eisenhut
Da wir mit Rittersporn bisher kein Glück hatten, verziehen wir uns stärker in den Schatten und sammeln Eisenhüte.

Luzula sylvatica mit Tellima grandiflora Rubra
Luzula sylvatica mit Tellima grandiflora Rubra in der Morgensonne.

Primula und Thymus
Primula und Thymus zu kombinieren gehört sich nicht. Mittlerweile haben wir den Thymian durch ein farblich besser passendes Sedum ersetzt 😉

Rheum palmatum und Tellima grandiflora
Rheum palmatum und Tellima grandiflora in der Morgensonne.

Saxifraga cortusifolia var. fortunei
Saxifraga cortusifolia var. fortunei unter Cimicifuga simplex Brunette.

Kerzenknöterich
Hinter einigen Sorten des Kerzenknöterich erhebt sich die imposante Gestalt von …

Artemisia lactiflora Elfenbein
… Artemisia lactiflora Elfenbein.

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Arisaema erubescens (?) im ersten Jahr.

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Für diese Aufnahme war es erforderlich, drei Stunden früher als gewohnt aufzustehen.

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Boehmeria platanifolia ist trotz unscheinbarer Blüte sehr wirkungsvoll und verübelt auch einen trockenen Standort nicht. Nur direkte Sonne verträgt sie nicht.


Jeffersonia diphylla, die Herzblattschale gedeiht unter einem Haselnussstrauch und wurde nach drei Jahren erstmalig geteilt. Vor bestimmten Stauden hat man doch Respekt.

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Verschiedene Sorten Rodgersia in Deschampsia cespitosa.

Ausflug nach Berlin

Ich will nicht, dass ihr meine Lieder singt.
Ich will nicht, dass ihr meine Lieder singt.
Ein schönes Beispiel für Denkmalschutz in der Hufeisensiedlung. Leider wehrt sich keine gegen die Parkplätze.
Ein schönes Beispiel für Denkmalschutz in der Hufeisensiedlung. Leider wehrt sich keine gegen die Parkplätze.
... haben doch noch niemandem geschadet.
… haben doch noch niemandem geschadet.
Rosen- im Tier-Garten
Rosen- im Tier-Garten
Massenpflanzung von Ackerschachtelhalm - Originell!
Massenpflanzung von Ackerschachtelhalm – Originell!
Hufeisensiedlung
Hufeisensiedlung
hohe Gestalten
hohe Gestalten
... solange sie nicht Kamps heisst.
… solange sie nicht Kamps heisst.
Hüftschuss
Hüftschuss
Goldelse
Goldelse

 

Kerbgetier und Gliederfüßer

Hier ein paar Beispiele, was akut so durch den Garten summt und krabbelt:

Staudengärtnerei Diamant

090614 025rAuf der Liste der Lieblingsgärtnereien nimmt die Staudengärtnerei Gerhild Diamant schon seit einiger Zeit die Pool-Position ein. Sie liegt in Duisburg Rumeln-Kaldenhausen zwischen Krefeld und Duisburg. Das Gelände diente als Arboretum des Vaters und beherbergt viele dendrologische Kostbarkeiten aus aller Welt, viele davon schon mehrere Jahrzehnte alt. In dieser Kulisse bietet Frau Diamant ihr außergewöhnliches Staudensortiment an, wo man sogar als langjähriger Kunde immer etwas Neues entdecken kann. Dabei sind es auch die vielen charmanten Details, wie die Beschriftung der Schilder oder ihre Art, Kunst auszuwählen und zu präsentieren, die den besonderen Reiz dieser Gärtnerei ausmachen. „Staudengärtnerei Diamant“ weiterlesen

Rühlemann(s)

Was der Otto-Katalog in früheren Zeiten für die moderne Familie war, ist der von „Rühlemann’s“ heute für alle Magier, Hexen und Kräuter Begeisterte.

ruehlemanns

Auch wenn hier langsam die Professionalisierung bei der Produktion spürbar wird, bedeutet seine Lektüre immer eine große Freude und erfordert eine noch größere Disziplin bei der Bestellung. Man muss ja nicht jede Neuentdeckung im Garten haben. „Rühlemann(s)“ weiterlesen

Alst II – der Garten wächst

Der Garten ist viel zu klein!

vermehrungwar gerne meine Antwort auf die Äußerung unbedarfter Besucher, dass der Garten doch bestimmt viel Arbeit machen würde. Oder es kam mein Hinweis, dass eigentlich nur der Rasen Arbeit machen würde. (Und was ist das überhaupt für eine Mentalität, die einem da doch noch zu oft entgegen schlägt! Immerhin kann auch ich von mir nicht gerade behaupten, die ARBEIT erfunden zu haben. )

Seit März 09 steht nun die Entscheidung: Wir bekommen noch ein bisschen Land dazu und können neue Staudenbeete anlegen, Obstgehölze pflanzen und sogar einen Gemüsegarten wird es geben. „Alst II – der Garten wächst“ weiterlesen