Erste Testfotos mit Weitwinkel SIGMA 20mm F1,4 DG HSM

SIGMA 20mm F1,4 DG HSM
SIGMA 20mm F1,4 DG HSM

Wie bereits an anderer Stelle beklagt, vermag es Nikon kaum bis nicht, adäquate Linsen für den FX-Chip zu fertigen. Hier nun ein paar erste Test-Aufnahmen mit dem neuen SIGMA 20mm F1,4 DG HSM | Art an einer Nikon D810.

Die erste Aufnahme (f/2,8, 1/500 s, ISO 64) entstand nachmittags am 31.12.2015 ohne Stativ bei zügigem Wind.
Die Gesamtaufnahme (links) wurde von 7.360 px Breite auf 1.400 px verkleinert, die anderen Bilder zeigen 100%ige Ausschnitte des Originals.

Bücherregalfotos sind out, Plattenregalfotos sind in.
Sehr schön lässt sich hier (bei 100%) die enorme Abbildungsleistung erkennen. Anders als beim 50mm 1,4 aus der selben Serie ist beim 20mm Objektiv die f/16er Blende mit kleinen Abstrichen brauchbar, Kontrast und Schärfe lassen nur  etwas nach.
Traumhaft ist die aus der Blende f/1,4 resultierende kleine Schärfentiefe, die für ein 20er Weitwinkel doch sehr außergewöhnlich ist. Die Schärfe selber ist bereits bei offener Blende 1,4 enorm und steigert sich bis Blende 4 zu exzellent.

Hier ein Leuchter mit Lüstern, die bereits einige Kratzer aufweisen und es gibt auch eine Spur Staub zu entdecken.

Hier die 100%-Ausschnitte:

Mein Fazit: Es gibt gerade keinen Grund, bei 20mm ins Nikkor-Regal zu greifen, außer wenn man Geld sparen will und eine Darstellung am Monitor reicht. Als Alternative böte sich noch das Zeiss Distagon 21mm f/2.8 an, mit einer um ganze zwei Blenden geringeren Lichtstärke an oder dessen Nachfolger Zeiss Milvus 21 mm F2.8. Dieses ist knapp 700 EUR teurer als das SIGMA 20mm F1,4 DG HSM für 1.000 EUR.