Aconogonon spec. ‚Johanniswolke‘

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Aconogonon spec. ‚Johanniswolke‘

Die Verwirrung um diesen früh und sehr lange blühenden Knöterich ist so groß wie seine Namensvielfalt.
Richtig heißt er angeblich: Aconogonon x fennicum ‚Johanniswolke‘, Busch-Knöterich, Staudenflieder oder Himalaja-Knöterich. Einige favorisieren den ursprünglichen Namen Aconogonon spec. ‚Johanniswolke‘ (für species nicht speciosum!) bis Beweise für eine bestimmte Abstammung vorliegen.
Gehandelt wird er aber auch als Polygonum polymorphum ‚Johanniswolke‘, Alpenknöterich, Polygonum polymorphum speciosum ‚Johanniswolke‘ oder Persicaria polymorpha.
(Ob es sich dabei um eine Kreuzung aus A. alpinum x A. weyrichii handelt, darf bezweifelt werden, denn beide Eltern weisen eher aggressive Vermehrungsstrategien auf.)

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Blütendetail von ‚Johanniswolke‘

Je nach Lage und Witterung kann die Blütezeit von Mai bis in den September hinein reichen, wie in diesem Jahr (2015) geschehen. Auch wenn der Blütenduft eher herb ist und viele an Stall erinnert, ist das längst kein Grund auf Aconogonon spec. ‚Johanniswolke‘ zu verzichten.

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Stipa gigantea, Bistorta amplexicaulis und  ‚Johanniswolke‘

‚Johanniswolke‘ tendiert nach Stürmen oder starken Regenfällen zum Brechen, erträgt aber – wie zum Beispiel auch die Kerzen-Knöteriche – während der gesamten Blütezeit einen starken Rückschnitt und treibt zügig wieder neu aus.

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‚Johanniswolke‘ geht in Blüte

Aconogonon spec. ‚Johanniswolke‘ bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze, die trocken bis feucht sein können und auch wechselfeuchte Standorte stellen kein Problem dar. Nur die Standfestigkeit leidet an stark wechselfeuchten Standorten etwas.

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‚Johanniswolke‘ im Winter

Da es bisher keine Berichte über Versamung gab, kann angenommen werden, dass diese Hybride steril ist.
In den vergangenen Jahren häuften sich die Berichte, dass einzelne Pflanzen Ausläufer bilden. Wir konnten dieses Phänomen an zwei Standorten auf eher sandigen Böden beobachten, wobei sich beide Ausläufer deutlich von der Hybride unterscheiden.

Hier ein später blühender Ausläufer (Sport?) an einer 11 Jahre alten Pflanze:

Hier ein früh blühender Ausläufer auf einem extrem trockenen Standort:

Beide Ausläufer werden wir weiter beobachten und darüber berichten.

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Austrieb von Aconogonon spec. ‚Johanniswolke’ neben Geum rivulare, Filipendula rubra ‚Venusta Magnifica‘ und Calamagrostis x acutiflora ‚Karl Foerster‘
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Herbstbild von ‚Johanniswolke‘ bei Vollmond

Unsere Quelle für Aconogonon spec. ‚Johanniswolke’: www.die-staudengaertnerei.de